Sebastian
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  Vorname: Sebastian

Position: Supply Chain Manager

Branche: Metall- und Elektroindustrie

 

Welche Fächer hast du vertieft und wann hast du deinen Abschluss an der WFI gemacht? Was hat dir an deinem Studium besonders gut gefallen?

Ich habe im Bachelor BWL an der WFI im Schwerpunkt Supply Chain Management vertieft. Mein Studium habe ich mit der Bachelorarbeit am Lehrstuhl von Prof. Kuhn im Februar 2009 abgeschlossen. Die kleinen Lerngruppen, viele gemeinsame Aktivitäten in Studentenorganisationen, und der gute Zusammenhalt zwischen den Studenten, welcher zu vielen langjährigen Freundschaften geführt hat, sind die Aspekte die mir besonders am Studium an der WFI gefallen haben.

Welche positive oder vielleicht negative Erfahrung verbindest du mit deinem Berufseinstieg? Welche(n) Tipp(s) hast du deshalb vielleicht für Studenten?

Frisch von einem quantitativ und strategisch ausgerichteten Unistudium im neuen Job ging es mir so, dass ich den Eindruck hatte nur weniges Wissen direkt anwenden zu können. Insbesondere Duale Hochschule- oder auch Fachhochschul-absolventen hatten in den unternehmensspezifischen Feldern ERP Softwareanwendungen, Betriebsabläufe oder Networking erhebliche Vorteile. Dennoch hat sich das breite, vernetzte, und quantitative Wissen vom Unistudium als äußerst vorteilhaft im weiteren Berufsverlauf herausgestellt und mir sehr bei der Analyse und Optimierung von bestehenden Betriebsabläufen („think out of the box“) geholfen. Studenten würde ich für einen Berufseinstieg empfehlen ihr Studium möglichst breit aufzustellen und auch bei der Auswahl der Praktikas auf unterschiedliche Unternehmen, Branchen und Funktionen zu setzten.     

Was waren die bisherigen Stationen in deinem beruflichen Werdegang? Was machst du in deiner aktuellen Position und was findest du daran besonders spannend?

Nach meinem Masterstudium in den USA bin ich direkt in der Metall- und Elektorindustrie als Supply Chain Manager bei einem internationalen Konzern eingestiegen. Dort bin ich für einen Fabrikstandort für die Implementierung des Unternehmensproduktionssystems, Optimierung von Lieferantenanbindung und Betreuung des Logistikdienstleisters zuständig. Besonders interessant finde ich den Einblick und die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Bereichen an der Logistikschnittstelle wie Einkauf, Qualität, Entwicklung, oder Maschienenbau. Dazu kommt die hohe eigenständige Arbeit in der Identifizierung und Umsetzung von Optimierungspotentialen. Zum Mai 2012 freue ich darauf nun die Gruppenleitung Materialwirtschaft und Disposition am Fertigungsstandort zu übernehmen, um damit neue Erfahrungen im Bereich Mitarbeiterführung in der Logistik zu sammeln.

Inwiefern hat dir das Fachstudium im Bereich "Produktion und Logistik" in deinem beruflichen Werdegang oder deiner aktuellen Position weiter geholfen?

Das Studium bietet eine sehr gute Grundlage, um sich ein breites Grundlagenwissen anzueignen. Dabei liegt der Fokus auf Grundkenntnissen, die überall angewendet werden können, und nicht trendigen Modeerscheinungen im SCM. Hinzu kommt die konsequente quantitative Ausrichtung, die das analytische Denken trainiert und damit das schnelle durchdringen von komplexen Sachverhalten schult.

Was ist das Kurioseste, das dir bisher in deinem Berufsleben passiert ist?

In der Logistik ist alles möglich. Bei der Betreuung eines polnischen Problemlieferanten kam es zu einer Kette unglücklicher Ereignisse. Zu diesem Zeitpunkt war es auf Grund von Lieferengpässen schon sehr selten, dass der Lieferant überhaupt liefern konnte. Als dieser einmal geliefert hatte, dann brannte der LKW halb ab und die restlich gelieferte Ware war dann auch noch die falsche Ware.